BUND KLASSISCHER HOMÖOPATHEN DEUTSCHLANDS e.V.

Veröffentlichungen

Buchrezension: Homöopathieforschung

(11.09.2007) Expedition Homöopathieforschung, ein altes Heilsystem wird plausibel

Expedition Homöopathieforschung, ein altes Heilsystem wird plausibel
Peter Christian Endler
Verlag Wilhelm Maudrich, ISBN 3-85175-837-4

Dieses Buch, das in seiner Erstauflage 1998 erschien, wurde von seinem Autor 2006 auf den aktuellen Stand gebracht. Nach wie vor handelt es sich hier um ein sehr fundiertes, wissenschaftliches Werk, das sowohl nachdenklich macht, als auch ausgesprochen unterhaltsam geschrieben ist. In leichter Weise werden Wissenschaftliches und Unterhaltsames miteinander verbunden und so erschließt sich auch dem interessierten Laien ein sehr heterogen diskutierter Forschungsbereich.
Peter Christian Endler ist einer der wenigen Vertreter in der Grundlagenforschung zur Homöopathie, der seit Jahren seriös, still und leise ausgesprochen "robuste" Daten liefert. Er versteht es geschickt, Daten mit Anekdoten zu verbinden und so ist hier ein Buch entstanden, dass nicht nur sehr leicht zu lesen ist, sondern gleichzeitig wesentliche Fakten aus dem erklärenden Umfeld mit einbindet. Dieses Buch gibt einen exzellenten Überblick über den momentanen Stand der Homöopathieforschung, ihre Perspektiven, Herausforderungen und Erklärungsmodelle.
Es werden nicht nur die eigenen, unterschiedlichsten Untersuchungen und Ergebnisse mit dem Hormon Thyroxin in Hochpotenz auf die Metamorphose von Kaulquappen zu Fröschen beschrieben, sondern auch die Ergebnisse von neutralen Kontrolluntersuchungen. Wie schon eingangs erwähnt, handelt es sich nicht um ein trockenes Datenbuch, sondern es wird viel Menschliches und Historisches mit eingefügt, dadurch wird dieses Werk - trotz seiner informativen Dichte - leicht verdaulich und anschaulich.
Das bezieht sich auch auf die Gedanken zu den physikalischen Grundlagen, die sich auch aus den Ergebnissen seiner wissenschaftlichen Arbeiten ergeben. Zitiert werden hier aktuelle Arbeiten und Diskussionsstände bis ins Jahr 2006, so dass der Leser auf sehr anschauliche Weise auf den aktuellen Wissenschaftsstand gebracht wird. Aber der Leser wird auch mit den Problemen und Schwierigkeiten vertraut gemacht, die entstehen, wenn man sich auf ein Forschungsfeld begibt, in dem man im besten Sinne "Wissen schafft". Auch werden Forschungsperspektiven vorgestellt und diskutiert - und so entsteht ein äußerst lebendiges Bild von der aktuellen Situation mit ihren Befunden, Fragen, Überlegungen und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten.
Auf jeden Fall wird für den Leser deutlich, dass er über die hier vorgestellte Forschung zur Homöopathie Zeuge eines Prozesses wird, der - über seine Erklärungsmodelle - zu einer wesentlichen Veränderung unseres bisherigen Vorstellungsbildes führen wird.
Dem Autor sei Dank, dass er dies auf äußerst amüsante und ebenso anspruchsvolle Weise vermitteln kann.
Dieses Buch sei jedem empfohlen, der sich, sei es als Laie oder auch als Fachmann, für die aktuelle Diskussion interessiert.

Dr. rer. nat. Eckehard Eibl
BKHD Vorstand für Wissenschaft und Forschung

 



...zurück zur Übersicht