BUND KLASSISCHER HOMÖOPATHEN DEUTSCHLANDS e.V.

Veröffentlichungen

Bericht von der BKHD Supervisoren Weiterbildung

(27.05.2008) (27.05.2008)

Supervisorenweiterbildung beim Homöopathie-Forum
gemeinsam mit der Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft für Homöopathik Homöopathie-Forum e.V. (HF) und Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft für Homöopathik, (CvB) luden am 19. und 20. April 2008 zu einer Supervisorenweiterbildung in den Räumen des HF in Gauting, bei München ein.
Andreas Zenner, Martin Kühn, Renate Schmid und Bernd Liebscher als Supervisoren und 20 Kolleginnen und Kollegen folgten der Einladung.
Warum kommen Sie an diesem schönen Wochenende zu dieser Ausbildung?
Das war nach der Vorstellungsrunde eine der ersten Fragen von dem erfahrenen Psychologen und Supervisior Bernd Liebscher. Die Antwort darauf fiel den engagierten homöopathisch arbeitenden Kolleginnen und Kollegen nicht schwer: viele arbeiten schon als Gruppenleiter/innen oder geben homöopathische Supervision und haben Lust darauf, dazu zu lernen, Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und sich selbst zu reflektieren, um eigene etwaige "blinde Flecke" zu erkennen.
Hohe Erwartungen, die vorneweg gesagt im Laufe der zwei Tage erfüllt werden konnten. "Warum ist klassische Homöopathie als eigenständige Therapie so notwendig für die Zukunft der Medizin?" Darauf gab Andreas Zenner eine plausible Antwort - bereits über ein Drittel aller Patienten leiden an psychosomatischen Störungen - Tendenz jährlich zunehmend - und mindestens jeder zweite Patient ist bereits chronisch krank. Die moderne Medizin hat in der Akutbehandlung nachweisliche Erfolge, aber die Behandlung chronischer Erkrankungen bräuchte andere Behandlungskonzepte, darunter vor allem das der Klassischen Homöopathie!" Martin Kühn Vorstandsmitglied des BKHD (Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.) ergänzt: "Bei der Behandlung von kranken und chronisch kranken Menschen braucht die Zukunft eine ausgereifte, sichere, erfahrungsgestützte, individuelle Homöopathie.
Um diese Qualität zu erreichen, braucht es neben der homöopathischen Ausbildung und dem Eigenstudium eine medizinisch homöopathisch ausgerichtete Supervision. Supervisorinnen und Supervisoren für Klassische Homöopathie sind Teil des Ausbildungskonzepts des BKHD. Wer im BKHD als Qualifizierter Homöopath/in anerkannt werden will, braucht innerhalb von drei Jahren sechs chronische klassisch homöopathisch behandelte Patientendokumentationen, wobei jede dieser sechs Dokumentationen mindestens über 9 Monate lang von einem BKHD anerkannten Supervisor/in begleitet werden sollte." Andreas Zenner langjähriger homöopathischer Supervisor im BKHD sieht den Grund für diese Forderungen in der Zukunft der Medizin und auch in die Zukunft der Homöopathie und erklärt: "Jeder nicht geheilte Patient schadet der Homöopathie. Die durch Homöopathie geheilten Menschen bringen dagegen die Homöopathie dorthin wo sie hingehört. Allerdings reicht es nicht mehr gut zu sein. Man muss es in der heutigen Zeit auch beweisen können."
B. Liebscher erläutert sein Konzept: "Supervision ist ein zeitlich begrenzter, geleiteter berufsbezogener Beratungs- und Weiterbildungsprozess. Supervision bedeutet eigentlich wörtlich übersetzt "Aufsicht"; er möchte es allerdings lieber mit dem Begriff "Draufsicht" übersetzen. Der Beratungsprozess sollte mehr dazu dienen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand selbst gewählter Themen lernen, ihr eigenes Handeln und Fühlen im beruflichen Alltag zu überdenken. Ziel dabei ist, die Erweiterung der beruflichen Kompetenz, insbesondere der Fähigkeit die Perspektive des Hilfesuchenden übernehmen zu können und dessen affektiv - emotionales Erleben sowie das eigene zu verstehen. Supervision ist wesentlicher Bestandteil einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung - sowie für eine nachhaltige Qualitätssicherung sinnvoll und notwendig." Supervisor Bernd Liebscher ergänzt: "Wenn wir Menschen nur nehmen wie sie sind, so machen wir sie schlechter, wenn wir sie so behandeln als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind." (Goethe)

Die Ziele der Wochenendausbildung waren unter anderem: wertschätzender Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen, Nachwuchsförderung, "blinde Flecke" erkennen; Hilfestellungen geben, aber nicht den Fall der Supervisanden übernehmen; Themen wie Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, persönliche Kompetenz, Setting, Containing, Regression und vieles mehr wurden erörtert. In praxisnahen Rollenspielen erfuhren die Teilnehmer mehr über sich und ihr Verhalten in den verschieden Rollen als Beobachter, Gruppenteilnehmer, Supervisor, Supervisand und Patient.
Die zwei Tage waren für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Bereicherung. Der tolerante und wertschätzende Umgang miteinander ein Meilenstein für die homöopathische Verständigung untereinander, die wohl jeder und jedem Lust auf mehr solcher Veranstaltungen machte.
Herzlichen Glückwunsch an Bernd Liebscher, Andreas Zenner, Renate Schmid und Martin Kühn denen es sehr gut gelang einen angenehmen Rahmen und zwei kurzweilige und doch lehrreiche Tage zu organisieren. Alles Gute und viel Freude mit der Arbeit als Supervisorinnen und Supervisoren auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die ihre Annerkennung zur Homöopathischen Supervisorin/ Homöopathischer Supervisor im BKHD an diesem Wochenende bekamen. Supervision soll die gesunden Strukturen stützen und deren Entwicklung fördern - dieses Ziel ist an diesem Wochenende mit Bravour erreicht worden.

HOMÖOPATHIE-HAUS Josef-Karl Graspeuntner
Heilpraktiker
Qualifizierter Homöopath/BKHD
Lehrpraxis und Supervision für klassische Homöopathie
Tannenweg 20 83362 Surberg / Traunstein j-g@chiemgau-online.de



...zurück zur Übersicht